Wer kennt sie nicht, die Panik, wenn plötzlich das Handy weg ist, verlegt, vergessen oder kaputt. Ein Teil von einem selbst – Erinnerungen, Fotos, Adressen, Termine und Telefonnummern und möglicherweise auch noch die Bezahlfunktion – ist plötzlich futsch. Man fühlt sich wie amputiert. Die Hilflosigkeit, die aufkommt, wenn der Zugang zu unserem externalisierten Kommunikationsmedium, zur unerlässlichen Gedächtnisstütze und Navigationshilfe gekappt worden ist, ist der Ausgangspunkt von Ben Lerners Roman Transkription, seinem siebten Buch.