Für eine gewisse Zeit sah es aus, als ob CO2-Regulierung und Emissionsvorschriften dem Achtzylinder den Garaus machten. Das Blatt hat sich gewendet. Was manch einer als Rückschritt werten mag, ist aus Herstellersicht eine nachvollziehbare Entscheidung. Autos mit V8-Motor sind eine profitable Angelegenheit.
Die Kundschaft lechzt danach. In diesen Zeiten nimmt man gewiss jede Möglichkeit, Geld zu verdienen, gern mit. AMG, BMW, Porsche, RAM – die Liste der Hersteller, die wieder auf den V8 setzen, wird länger. Die meisten Aggregate galoppieren inzwischen hybridisiert. Sobald auch bei Toyota, die sich gleichermaßen zum Bollwerk bekennen.
Schützenhilfe vom Elektromotor
Der GR GT für die Straße und der abgeleitete GR GT3 für die Rennstrecke sind als sportliche Speerspitze positioniert, die in die Fußstapfen des Toyota 2000 GT aus den 1960er-Jahren und des Lexus LFA treten sollen. Unter der Fronthaube kommt ein frisch entwickelter Biturbo-V8 mit vier Liter Hubraum zum Einsatz, Schützenhilfe bekommt er von einem Elektromotor an der Hinterachse. Als Entwicklungsziel wurden eine Systemleistung von mindestens 650 PS sowie ein maximales Drehmoment von 850 Nm festgelegt.

Die Antriebskraft wird über eine CFK-Torsionswelle an das Transaxle-Getriebe übertragen. Dort sind neben besagtem Motorgenerator eine neu entwickelte Achtgangautomatik mit Nassstartkupplung statt Drehmomentwandler sowie ein mechanisches Sperrdifferential integriert.
Geschwindigkeiten von 320 km/h
Wichtig waren den Ingenieuren ein niedriger Schwerpunkt, ein steifes Chassis und eine ausgeklügelte Aerodynamik. Immerhin sollen Geschwindigkeiten von 320 km/h möglich sein. Über Beschleunigungswerte schweigt man sich noch aus.

Die Grundlage für das geringe Gewicht und die Steifigkeit des GR GT bildet Toyotas erstes Chassis aus Vollaluminium, dazu gesellen sich Karosserieteile aus carbonfaserverstärktem Kunststoff. Allzu leicht wird der GT wohl dennoch nicht, vorläufige Zahlen deuten auf rund 1,7 Tonnen Gewicht hin.
Das digitale Cockpit zeigt sich auf den Fahrer ausgerichtet und übersichtlich. Es soll dem Einsatz auf der Rennstrecke und im Alltag gleichermaßen gerecht werden. Alle wichtigen Schalter sitzen nah am Lenkrad, darunter Knöpfe für die Verstellung der Traktionskontrolle und den Boost. Der Marktstart ist für das Jahr 2027 geplant. Es ist anzunehmen, dass der Preis jenseits der 150.000 Euro liegen wird.
