Das Team des in russischer Haft getöteten russischen Oppositionellen Alexej Nawalny hat die Ergebnisse eines umstrittenen offiziellen Obduktionsberichts veröffentlicht, der von russischen Behörden durchgeführt wurde. Nawalnys Mitarbeiterin Mariah Pewtschich, teilte auf der Plattform X mit, das Dokument werde mit der Erlaubnis der Familie veröffentlicht. Der Bericht sei “steril und bereinigt” und habe keine gesellschaftliche Relevanz, teilte Pewtschich weiterhin mit.
Mit der Veröffentlichung wolle man dem Informationsbedürfnis der
Millionen Anhänger Nawalnys gerecht werden und einer womöglich schon
bald von russischen Staatsmedien als “Sensation” verkauften Präsentation
zuvorkommen. Die
gerichtsmedizinische Untersuchung wurde nach Pewtschichs Angaben im Sommer 2024 durchgeführt, der Bericht liegt den Angehörigen
bereits seit anderthalb Jahren vor. Auch Experten sei er bekannt.
Vergiftung Nawalnys laut seiner Mitarbeiterin von mehreren ausländischen Laboren bestätigt
Nawalny war vor etwa zwei Jahren im Alter von 47 Jahren in einem sibirischen Straflager gestorben. Seit langem behauptet der russische Staat, dass Nawalny eines gewöhnlichen Todes gestorben sei. Seine Familie und sein Team hingegen sprechen von Mord und geben dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Schuld. Zum zweiten Todestag Nawalnys hatten seine Witwe Julija Nawalnaja und der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) mitgeteilt, dass der Politiker mit einem starken Nervengift getötet worden sei. Sie beriefen sich dabei auf Laborergebnisse, die sie nicht vorlegten.
Russland wies die Anschuldigungen kategorisch zurück. Außerdem behauptete Russlands Führung, nichts mit dem Giftanschlag auf Nawalny mit dem Kampfstoff Nowitschok im Jahr 2022 zu tun gehabt zu haben. Pewtschich stellte sich dem entgegen. “Die Vergiftung von Alexei Nawalny wurde von mehreren ausländischen Labors bestätigt, die Proben seines aus Russland ausgeführten Biomaterials untersucht haben”, schrieb sie auf X.
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