Das syrische Innenministerium hat eine Massenflucht von
Angehörigen dschihadistischer Kämpfer aus dem Lager Al-Hol bestätigt. Bei ihrem
Eintreffen vor Ort hätten die syrischen Streitkräfte “Fälle von
kollektiver Flucht” aus Al-Hol festgestellt, sagte ein
Ministeriumssprecher vor Journalisten. Das
Lager sei “willkürlich” geöffnet worden.
Die zuvor für dessen Kontrolle zuständigen Kämpfer der
Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) hatten sich laut dem Sprecher “plötzlich”
und ohne vorherige Absprache mit den
syrischen Behörden oder der internationalen Anti-IS-Koalition zurückgezogen.
Bereits im Januar zog sich die SDF aus Al-Hol
zurück. Grund dafür war eine militärische Offensive syrischer Regierungstruppen im bislang kurdischen
Autonomiegebiet im Nordosten des Landes. Der Nachrichtensender Kurdistan24 berichtete Ende Januar, dass der Oberbefehlshaber der SDF, Mazloum Abdi, in einem Statement gegenüber der kurdischen Nachrichtenagentur Hawar sagte, die Wachen des Lagers hätten sich aufgrund der Angriffe gezwungen gesehen, sich aus dem Lager zurückzuziehen. Die syrische Regierung übernahm daraufhin Ende Januar die Kontrolle über das Lager.
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