Inmitten tiefgrüner Wiesen und Weiden, eine gute Stunde vom lauten London entfernt, steht Hyde Hall, ein Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert, in dem sich Suzi Quatro vor dem Lärm der Welt versteckt. Hier in Essex ist es immer still, nur Wind und Singvögel stören die Ruhe. Das Anwesen mit neun Schlafzimmern und drei Hektar Land teilt sie sich mit ihrem Ehemann Rainer Haas und, wie sie sagt, drei Geistern: “Spüren Sie die Energie?”
Der Dreck der Welt muss draußen bleiben: “Schuhe ausziehen!”, brüllt die 75-jährige Amerikanerin zur Begrüßung. Im Inneren stehen überall Trophäen, an den Wänden hängen Gold- und Platinplatten: “Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen”, sagt Suzi Quatro. Mehr als 50 Millionen Platten hat sie in ihrer Karriere verkauft, dank großer Hits wie Can the Can, Devil Gate Drive, If You Can’t Give Me Love oder Stumblin’ In. Dieses Duett mit Chris Norman hat zuletzt der australische Techno-DJ Cyril wieder in die Charts gebracht – und damit eine neue Generation auf diese Pop-Pionierin aufmerksam gemacht, die vor 50 Jahren die damals noch komplett männerdominierte Rockwelt aufzumischen wagte. In diesem Frühjahr erscheint Quatros neues Album Freedom.
