Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will auf der Münchner Sicherheitskonferenz für ein militärisch und wirtschaftlich starkes Europa werben. “Europa muss stark sein, Europa muss wettbewerbsfähig sein, es muss ein
dynamischer Raum werden und es muss ein Raum werden, der sich auch selbst
verteidigen kann”, sagte er nach dem EU-Gipfel in Belgien zu seiner geplanten
Eröffnungsrede am Freitag.
Bei dem internationalen Treffen stehen in diesem Jahr der Ukrainekrieg,
die Krise der transatlantischen Beziehungen und die europäische
Verteidigungsfähigkeit im Fokus. Die Veranstalter rechnen mit mehr tausend Teilnehmern aus etwa 120
Staaten, unter ihnen mehr als 60 Staats- und Regierungschefs und rund
hundert Außen- und Verteidigungsminister. Merz wird die Konferenz am frühen Nachmittag eröffnen, sie dauert bis Sonntag.
Die US-Delegation wird in diesem Jahr von Außenminister
Marco Rubio angeführt. “Wir leben in einer neuen Ära der Geopolitik, und das wird von uns
allen verlangen, gewissermaßen neu zu überprüfen, wie das aussieht und
welche Rolle wir spielen werden”, sagte Rubio vor seinem Abflug zu Journalisten. Neben Rubio reisen etliche US-Kongressmitglieder nach München. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird erwartet.
Für Merz ist es die erste Sicherheitskonferenz als Kanzler. Er will sich am Rande der Konferenz sowohl mit
US-Außenminister Rubio als auch mit Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom treffen. Newsom wird als möglicher Präsidentschaftskandidat der Demokraten
bei der Wahl 2028 gehandelt. Auf die Frage einer Journalistin, ob sein geplantes
Treffen mit Newsom in München US-Präsident Donald
Trump verärgern könnte, sagte Merz nur, er suche sich seine Gesprächspartner nach Interesse aus.
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