
Bei dem tödlichen Schusswaffenangriff in einer Bar im US-Bundesstaat Texas könnte es sich nach Angaben der Bundespolizei FBI um einen Terroranschlag handeln. Es sei zwar noch zu früh, um das genaue Motiv zu bestimmen, aber es gebe Hinweise „auf den Verdächtigen und in seinem Fahrzeug“, die auf einen möglichen Zusammenhang mit Terrorismus hindeuteten, sagte der FBI-Ermittler Alex Doran am Sonntag.
In der Bar in einem Ausgehviertel von Austin hatte ein Mann mindestens zwei Menschen erschossen und 14 weitere verletzt. Drei von ihnen befinden sich nach Behördenangaben in Lebensgefahr. Auch der Angreifer sei bei dem Vorfall in der Nacht zum Sonntag von alarmierten Polizisten erschossen worden, teilte Austins Polizeichefin Lisa Davis am Sonntag mit. Zu den Schüssen kam es demnach gegen 2.00 Uhr nachts im Zentrum der Stadt.
Laut ersten Ermittlungen war der bislang nicht identifizierte Schütze vor der Schießerei mehrmals mit einem SUV um den Block der Bar herumgefahren. „An einem Punkt schaltete er die Warnblinkanlage ein, kurbelte das Fenster herunter und begann, mit einer Pistole aus dem Autofenster zu schießen“, sagte Davis. „Er traf Gäste der Bar, die sich auf der Terrasse und vor der Bar aufhielten.“ Der Angreifer habe dann geparkt, sei mit einem Gewehr aus dem Auto gestiegen und habe auf Passanten geschossen, so Davis. Als er anschließend die Straße langgelaufen sei, sei die Polizei eingetroffen, die Schüsse auf ihn abgegeben und ihn tödlich verletzt habe.
Rettungskräfte seien in unter einer Minute nach dem Notruf am Tatort eingetroffen. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Das Motiv des Schützen war zunächst unklar. Die Nachrichtenagentur Reuters will aus Sicherheitskreisen erfahren haben, dass der Mann ein Hemd mit einer iranischen Flagge und ein Sweatshirt mit der Aufschrift „Property of
Allah“ („Eigentum Allahs“) getragen habe. Die Polizei und der Bürgermeister der Stadt kündigten weitere Pressekonferenzen in den kommenden Stunden an.
