Die deutsche Theaterfrau Karin Bergmann wird Interimsintendantin der ins Schleudern geratenen Salzburger Festspiele. Bergmann hat Übung darin, Theaterbetriebe zu retten.
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Die Salzburger
Festspiele haben eine neue Chefin. Karin Bergmann, 72, leitet interimshalber
bis zum Jahr 2027 das größte Bühnenfestival der Welt. Die mächtige Salzburger
Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) preist Bergmann in höchsten Tönen:
“Sie ist nicht nur eine Persönlichkeit von herausragender künstlerischer
Exzellenz, sondern auch eine Topmanagerin, die mit Empathie, Menschenkenntnis
und viel Erfahrung sensibel, aber bestimmt die Weichen für die Zukunft stellen
wird.”
Wer die Vorgänge
der vergangenen Wochen nicht verfolgt hat, wird sich fragen, warum die
Festspiele überhaupt eine neue Leitung brauchen. Schließlich gab es dort einen
künstlerisch und wirtschaftlich erfolgreichen Intendanten namens Markus
Hinterhäuser, dessen Verbleib im Amt bis 2031 eigentlich nur noch Formsache
war. Doch hinter den
Kulissen hatte es, wie es in einer Pressemitteilung hieß, wohl schon länger
“unüberbrückbare Auffassungsunterschiede und Differenzen” gegeben.
Offizieller Grund der Missstimmung zwischen Hinterhäuser und dem
Festspielkuratorium war eine Personalie gewesen: die anstehende Neubesetzung
der Schauspielleitung des Festivals.
