Nach fünf Tagen in Kairo fühlte ich mich, als hätte mich ein Tornado ausgespuckt. Fünf Tage, in denen das ständige Hupen der Autos irgendwann wie Hintergrundmusik klang, ich an Einheimische geheftet die Straßen überquerte, um nicht überfahren zu werden, auf Hausdächer, Stadttore, das Minarett der wunderschönen Ibn-Tulun-Moschee stieg, um das staubige Dächermeer mit seinen Taubenkäfigen zu bestaunen. Fünf Tage, an denen ich etliche Turkish coffees mit Kardamom in mich hineinschüttete, lernte, dass das Wort “mashi” (okay) eigentlich immer passt, und mich eines Morgens in der Grabanlage von Sakkara, zehn Meter unter der Erde in der Pyramide des Teti, französische Touristen im Flüsterton neben dem Sarkophag fragten: “Do you like your hotel?”
