
Der Finanzplatz Frankfurt hat international an Bedeutung verloren. Auf dem Global Financial Center Index, der als wichtigste Rangliste internationaler Finanzplätze gilt, belegt Frankfurt im weltweiten Vergleich nur noch den 13. Platz. Damit ist die hessische Stadt um drei Stufen abgestiegen. Zürich, Boston und Tokio sind seit der letzten Auswertung an Frankfurt vorbeigezogen.
Immerhin bleibt Frankfurt demnach führender Finanzplatz innerhalb der Europäischen Union. Laut der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance hat der relative Abstieg Frankfurts mit einer strukturellen Schwäche zu tun, wonach die Finanzmetropolen der EU – mit Ausnahme von Madrid und Budapest – allesamt an Relevanz verloren haben.
„Dass nahezu alle EU-Finanzplätze im Rating verlieren, zeigt: Der Wettbewerb wird global härter. Jetzt sind entschlossene politische Impulse gefragt, damit Europa und Frankfurt langfristig konkurrenzfähig bleiben“, sagt Oliver Behrens, Präsident von Frankfurt Main Finance. „Ziel muss es sein, die Attraktivität des Standorts Europa insgesamt zu stärken – denn der Wettbewerb findet global statt.“
Zu den großen Gewinnern im Ranking gehören die Finanzplätze in Asien, allen voran Shanghai, Tokio und Seoul, sowie jene in den USA, die mittlerweile ein Drittel aller Finanzplätze unter den Top 15 stellten. Als weltweit wichtigste Standorte der Branche gelten weiterhin New York, London und Hongkong.
