Zum ersten Mal seit Kriegsbeginn haben die Huthis Israel beschossen. Damit reagiert die Miliz nach eigenen Angaben auf die Zerstörungen im Iran, Gaza und dem Libanon.
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Die Huthis haben erstmals seit Beginn des Irankriegs Israel angegriffen. Das bestätigte die vom Iran unterstützte Miliz. Die israelische Armee hatte zuvor einen Raketenangriff aus dem Nachbarland gemeldet. Der Huthi-nahe TV-Sender Al-Masirah berichtete unter Berufung auf einen Sprecher, dass “sensible militärische Ziele” in Südisrael Ziel der Angriffe gewesen seien. Laut israelischen Medienberichten wurde die Rakete abgefangen, Verletzte oder Schäden gab es demnach nicht.
Die Huthis begründeten ihren Angriff mit den fortlaufenden israelischen Attacken auf die Infrastruktur im Iran, Irak, den palästinensischen Gebieten und dem Libanon. Ein Ende der Angriffe werde es erst geben, wenn die “Aggression” auf allen Fronten endet. Zuvor hatte die Miliz mehrmals mit dem Eingreifen ihrer Kämpfer gedroht und dem Iran die “volle und unerschütterliche Solidarität” ausgesprochen. Die Angriffe schüren die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts.
Die Huthi-Miliz aus dem Jemen ist zusammen mit den Terrororganisationen Hamas im Gazastreifen und der Hisbollah im Libanon Teil der von Iran ausgerufenen “Achse des Widerstands”. Deren Ziel ist die Vernichtung Israels.
Im Gaza-Krieg beteiligten sich die Huthis mit Raketen und Drohnenangriffen auf Israel. Zudem attackierten sie immer wieder Handelsschiffe im Roten Meer und im Golf von Aden. Seit Beginn einer Waffenruhe im Gazastreifen am 10.
Oktober 2024 hatten die Huthis jedoch keine Angriffe auf
Israel oder auf Schiffe für sich reklamiert.
