Auf die deutschen Handballer wartet in der Qualifikation für die EM 2028 ein besonders brisantes Duell. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason trifft unter anderem auf Italien, das vom ehemaligen DHB-Vizepräsidenten Bob Hanning trainiert wird. Das ergab die Auslosung in Lissabon.
Weitere Gegner des EM-Zweiten auf dem Weg zum Winter-Höhepunkt in zwei Jahren sind Belgien und die Slowakei. Deutschland ist klarer Favorit in der Gruppe. Hanning, der seit dem Vorjahr Nationaltrainer der Azzurri ist, ist außerdem Geschäftsführer der Füchse Berlin.
EM 2028 in drei Ländern
Noch in diesem Jahr finden das Heimspiel gegen Belgien (4./5. November) und die Reise in die Slowakei statt (7./8. November) statt. Beide Partien sind damit bereits Teil der Vorbereitung auf die Heim-WM. «Gegen Belgien habe ich weder als Spieler noch ein Trainer ein Spiel bestritten. Das ändert aber nichts daran, dass wir mit zwei Siegen in die Qualifikation starten wollen», sagte Gislason.
Die Qualifikation für die EM im Januar 2028 in Spanien, Portugal und der Schweiz wird in acht Vierergruppen gespielt. Die sechs Gruppenspieltage finden zwischen November 2026 und Mai 2027 statt. Jeweils die beiden Erstplatzierten und die vier besten Gruppendritten qualifizieren sich für die Endrunde. Die drei Gastgeber sowie Titelverteidiger Dänemark sind bereits für die EM qualifiziert.
EM 2028 mit Gislason?
Unklar ist, ob Bundestrainer Alfred Gislason bei der EM 2028 noch an der Seitenlinie steht. Der Vertrag des Isländers läuft nach der Heim-WM 2027 aus. Der DHB will definitiv noch vor der Heim-WM Klarheit schaffen. «Der Prozess wird jetzt in Gang gesetzt», hatte DHB-Sportvorstand Ingo Meckes vergangene Woche angekündigt. Gislason würde gerne als DHB-Coach weitermachen.
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