Der Gewinn von Porsche ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 91,4 Prozent eingebrochen. Er lag nur noch bei 310 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. 2024 hatten die Stuttgarter Nobelautomarke unter dem Strich noch fast 3,6 Milliarden verdient.
Grund für den starken Rückgang ist vor allem die Strategieänderung unter Ex-Chef Oliver Blume: Dieser hatte wieder stärker auf die Verbrenner-Modelle des Unternehmens gesetzt, weil die Elektromodelle kaum verkauft wurden. Die Kosten für diesen strategischen Schwenk beliefen sich auf 2,4 Milliarden Euro und zehrten den Gewinn 2025 fast vollständig auf.
Die Abwicklung der Batterie-Tochter im Rahmen des Strategiewechsels und die Handelszölle der USA kosteten das Unternehmen noch einmal zusätzlich jeweils 700 Millionen Euro. Weitere Gründe für den Gewinneinbruch sind das schlechte Geschäft in China. Der Umsatz des Unternehmens sank im vergangenen Jahr um fast ein Zehntel auf rund 36,3 Milliarden Euro.
Weitere Einsparungen und Neuausrichtung angekündigt
Für das laufende Jahr rechnet Porsche mit einem Umsatz von bis zu 36 Milliarden Euro. Der seit Jahresbeginn amtierende Unternehmenschef Michael Leiters rechnet weiterhin mit “sehr herausfordernden Marktbedingungen” und geopolitischen Unsicherheiten. “Wir werden Porsche umfassend neu aufstellen, das Unternehmen schlanker, schneller und die Produkte noch begehrlicher machen”, sagte Leiters. Teil dieser Strategie sind weitere Einsparungen und eine Neuausrichtung des Modellangebots. Das Produktportfolio solle laut Leiters in den Segmenten ausgeweitet werden, wo die Gewinnmarge stärker ist.
Schon gestern hatte die Porsche-Mutter Volkswagen ihre Zahlen präsentiert. Auch der Gewinn von VW brach stark ein: Im Vergleich zum Vorjahr sank das Konzernergebnis um rund 44 Prozent. Als Konsequenz des Gewinneinbruchs kündigte der Konzern an, bis 2030 rund 50.000 Stellen abzubauen.
