
Gegen die Folgen der maßlosen Hochrüstung in Form von Kürzungen in allen sozialen Bereichen will der Frankfurter Ostermarsch demonstrieren, zu dem die Informationsstelle Ostermarsch für den Ostermontag aufgerufen hat. Das Motto der Veranstaltung lautet „Friedensfähig statt erstschlagfähig“, das vor allem bei einer Abschlusskundgebung von 13 Uhr an auf dem Römerberg durch mehrere Ansprachen inhaltlich vertieft werden soll.
„Die Friedensbewegung wird bei den Ostermärschen ihre Entrüstung auf die Straße tragen! Die Ostermarsch-Aktionen sollen die Bevölkerung zum Mitmachen motivieren“, schreiben die Initiatoren in ihrer Pressemitteilung. Die Militarisierung der Gesellschaft ergreife Bereiche wie das Gesundheitswesen, Bildung, Forschung oder Infrastruktur, worauf die Demonstration aufmerksam machen wolle.
Konfliktlösung ohne Gewalt
„Wir wollen in einem Land leben, das sich mit zivilen Mitteln für eine friedliche Welt starkmacht. Diplomatie, Interessenausgleich und Völkerverständigung müssen die Grundpfeiler für Frieden in Europa und in der Welt sein“, so lässt sich Willy van Ooyen, Sprecher der Infostelle Ostermarsch, zitieren. „Wir wollen in einem Land leben, in dem alle Menschen willkommen sind, insbesondere wenn sie vor Krieg oder Kriegsdienst fliehen. Wir fordern die Aufrechterhaltung der Errungenschaften des Völkerrechts einschließlich der universellen Menschenrechte.“
Gefordert werde ein entschlossener diplomatischer Einsatz der Bundesregierung für ein Ende des Krieges in Iran, Libanon, in der Ukraine, im Sudan und anderswo. Die Gefahr, dass es zu einem Atomkrieg komme, dürfe nicht länger heruntergespielt werden.
Der Ostermarsch, der in einer jahrzehntelangen, durch die Friedensbewegung geprägten Tradition steht, beginnt am Ostermontag mit Auftaktveranstaltungen um 10.30 Uhr auf dem Darmstädter Luisenplatz, einer Fahrraddemonstration in Offenbach und Frankfurt mit mehreren Treffpunkten zu unterschiedlichen Zeiten von 10 Uhr an. Bei der Antikriegskundgebung auf dem Römerberg sprechen der Geschäftsführer von medico international, Tsafrir Cohen, der hessische GEW-Vorsitzende, Thilo Hartmann, Naisan Raji von der Linken und Ariane Alba Marquez für die Jugend gegen Wehrpflicht. Das „kleine Bluesorchester Playtime“ wird das Musikprogramm bestreiten.
