Die USA wollen an diesem Freitag im Golfstaat Oman neue Verhandlungen mit dem Iran
aufnehmen. Für die Vereinigten Staaten nehmen der
Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, an den Gesprächen teil, wie eine hochrangige US-Regierungsbeamtin der Nachrichtenagentur dpa sagte.
Unklar bleibt die Tagesordnung. Der Iran möchte sich Außenminister Abbas Araghtschi zufolge auf das iranische Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen beschränken. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch das Raketenprogramm des Iran sowie die Unterstützung von iranischen Verbündeten wie der Hamas im Gazastreifen, der Hisbollah-Miliz im Libanon und der Huthi im Jemen Themen sein müssten.
Araghtschi zufolge sollen die Gespräche für Freitag um 10 Uhr (Ortszeit) in der omanischen
Hauptstadt Maskat beginnen. Eine offizielle Bestätigung des Treffens aus den USA hatte zunächst auf sich warten lassen.
Ursprünglich
sollten die Gespräche in der Türkei stattfinden, auf Wunsch des Iran wurde das Treffen dann in den Oman verlegt. Außerdem sollten eigentlich Vertreter mehrerer arabischer und muslimischer
Staaten als Beobachter teilnehmen. Der Iran will aber nur bilateral mit
den USA verhandeln.
Eskalation befürchtet
Das israelische Sicherheitskabinett versammelte sich unterdessen zu dringenden Beratungen. Das Thema Iran
stehe dabei im Fokus, sagte ein israelischer Repräsentant. Das
israelische Nachrichtenportal ynet berichtete, die ursprünglich für
Sonntag geplante Sitzung sei wegen der anstehenden Gespräche vorverlegt
worden.
Die Gespräche gelten als heikel, die Sorge vor einem neuen Krieg war zuletzt wieder gewachsen.
US-Präsident Donald Trump hatte dem iranischen Regime zuletzt mit militärischem Eingreifen gedroht, auch wegen ihres brutalen Vorgehens gegen die jüngsten Massenproteste. Zudem hat das US-Militär seine Präsenz in der Region seit Anfang Januar deutlich ausgebaut, etwa mit dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln
und dessen Begleitschiffen. Trump hatte angekündigt, sein
weiteres Vorgehen vom Ausgang der Gespräche mit dem Iran abhängig zu
machen. “Wir führen Gespräche mit dem Iran, mal sehen, wie sich alles
entwickelt”, sagte er.
US-Finanzminister Scott Bessent sagte, die US-Regierung habe gesehen, wie die iranische
Führung “wie verrückt Geld außer Landes” schaffe. “Die Ratten verlassen
also das sinkende Schiff”, sagte er vor einem Senatsausschuss. Bessent
wertete dies als “gutes Zeichen”, dass der Iran wisse, dass das Ende
nahen könnte.
