Nach Protesten in Mailand rund um die Olympischen Winterspiele hat Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni die Demonstrierenden beschimpft. Diese nannte sie auf Instagram “Feinde Italiens und der Italiener”. Die Bilder der Krawalle seien “im Fernsehen auf der halben Welt” gezeigt worden, schrieb die rechte Regierungschefin weiter. Sie teilte dazu einen Beitrag des US-Senders Fox News.
Am Samstagabend hatte sich in der norditalienischen Metropole ein Protestmarsch von mehr als 3.000 Menschen in Richtung des olympischen Dorfes aufgemacht. Dabei warfen einige Teilnehmende Rauchbomben und Molotow-Cocktails in Richtung der Sicherheitskräfte. Sie kritisierten etwa, dass Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE als Teil der Delegation in Italien sind, aber auch die ökologische Bilanz der Winterspiele. Die Polizei setzte Schlagstöcke, Wasserwerfer und Tränengas ein. Es gab sechs Festnahmen.
“Tausende und Abertausende Italiener arbeiten in diesen Stunden daran, dass während der Olympischen Spiele alles funktioniert”, schrieb Meloni weiter. Viele von ihnen seien als Freiwillige unterwegs, “weil sie möchten, dass ihre Nation einen guten Eindruck macht, bewundert und respektiert wird”. Ihnen gegenüber stünden die von ihr als Feinde bezeichneten Leute, die “gegen die Olympischen Spiele” demonstrierten, schrieb die Politikerin.
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