
Herr Bormolini, wie war es in Ihrem Heimatort Livigno bei den Olympischen Spielen anzutreten?
Es war sehr emotional in meinem Heimatort anzutreten. Das Rennen war nicht so, wie ich erwartet hatte. Aber dieses größte Sportevent hier zu haben, all meine Freunde und meine Familie, die mich angefeuert haben, war toll. Es waren nicht nur Freunde aus Livigno da, sondern aus der ganzen Region.
Wie war es, als Sie angefangen haben, hier Snowboard zu fahren?
Ich habe mit neun Jahren angefangen, Snowboard zu fahren. Nach der Schule bin ich mit meinen Freunden Ski und Snowboard hier auf den Hängen gefahren. Und all diese Leute waren nun hier bei diesem Event.
Ihre Eltern betreiben ein Hotel in Livigno. Wie hat sich der Ort in den letzten Jahren verändert?
Es wurde sehr stark an der Vermarktung der Stadt gearbeitet. Wir haben hier sehr viele Events. Wenn ich mit meinen Eltern darüber spreche, wie Livigno vor 50 Jahren war, kann ich mir das kaum vorstellen. Damals war es sehr bäuerlich geprägt. Jeder hatte Tiere, Kühe, es war eine ganz andere Stadt. Und es war viel abgeschiedener.
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Ich denke, es ist deutlich mehr Geld in der Stadt. Es ist ein ziemlicher Wandel. Viele Leute kommen zum Skifahren her im Winter, im Sommer zum Radfahren. Es ist viel mehr los.
Denken Sie, Livigno wird nun unter Snowboardern noch bekannter werden?
Livigno war unter Snowboardern schon gut bekannt. Es ist der größte Snowpark in Italien. Aber ich denke, dass die Olympischen Spiele dem nun noch einen Boost geben werden. Früher war der Snowpark oben am Berg. Für die Olympischen Spiele ist er näher an die Stadt gekommen. Ob er dort auch bleiben wird, weiß ich aber nicht.
Was haben Sie bisher von der Olympischen Atmosphäre mitbekommen?
Die letzten Tage war ich etwas abgetaucht. Ich habe mich auf mein Rennen fokussiert. Aber nun werde ich noch einige Wettkämpfe besuchen. Beim Ski-Cross startet noch eine weitere Athletin aus Livigno, die ich mir unbedingt ansehen will.
Als Snowboarder sind Sie viel unterwegs. Wie ist es für Sie, nach Hause zu kommen?
Nach den Olympischen Spielen habe ich zwei Wochen Pause. Dann geht es weiter nach Polen, nach Tschechien und Kanada. Aber ich freue mich immer, nach Hause zu kommen. Jetzt vielleicht noch mehr, weil ich letzte Woche Vater geworden bin. Das waren intensive Tage.
Hat das Ihre Sicht auf das Rennen verändert?
Das Rennen war trotzdem sehr wichtig für mich. Als Athlet will ich die Emotionen, die mir entgegengebracht werden, zurückgeben. Aber jetzt freue ich mich einfach, zusammen mit meiner Familie zu sein.
Was mögen Sie am meisten an Ihrer Stadt?
Viele Menschen kommen hierher, um Ski zu fahren und Spaß zu haben. Wenn man Anfänger ist, kann man eher näher an der Stadt bleiben. Aber du kannst auch hoch auf 3000 Meter fahren und dort deinen Spaß haben.
