Die Preise für Öl und Gas sind seit dem Krieg gegen den Iran deutlich gestiegen. Ölpreise legten zeitweise um mehr als zehn Prozent zu und erreichten den höchsten Stand seit 2024. Auch Gas verteuerte sich in Europa deutlich, ausgelöst unter anderem durch einen Produktionsstopp von Flüssiggas (LNG) in Katar. Hauptursache ist die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran, über die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und LNG-Handels läuft. Ebenso schaffen iranische Angriffe auf Ölanlagen und Tanker zusätzliche Unsicherheiten. In Deutschland sind die Folgen bereits spürbar: Benzin, Diesel und Heizöl wurden deutlich teurer. Ökonomen warnen, dass ein länger anhaltender hoher Ölpreis Inflation und Wirtschaftswachstum im Euroraum belasten könnte. Welche Auswirkungen das konkret auf die Verbraucherpreise hat, analysiert Marlies Uken, stellvertretende Leiterin im Politikressort der ZEIT.
Erstmals seit Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran sind wieder Passagiere aus der Golfregion in Deutschland angekommen. Am Morgen startete in Dubai eine Maschine der Airline Emirates und landete am Nachmittag in Frankfurt. Es handelte sich um den ersten regulären Passagierflug seit Tagen, nachdem zahlreiche Verbindungen wegen des Krieges eingestellt worden waren. Auch der Reisekonzern TUI plant mehrere Rückholflüge für deutsche Urlauber aus dem Nahen Osten. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands sitzen derzeit rund 30.000 Kunden deutscher Reiseveranstalter im Nahen Osten fest. Bundesaußenminister Johann Wadephul zeigte sich zuversichtlich, dass die Rückkehr deutscher Staatsbürger schrittweise gelingen werde.
Außerdem im Update: Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, fordert eine Personalwende bei der Bundeswehr. In seinem Wehrbericht 2025 warnt er, dass die aktuellen Personalprobleme angesichts der verschärften Sicherheitslage gravierend blieben. Um die angestrebte Zielgröße von 260.000 aktiven Soldaten und 200.000 Reservisten bis 2030 zu erreichen, müsse das neue Wehrdienstmodell erfolgreich umgesetzt werden.
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Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Helena Schmidt, Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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