Im Podcast “Nur eine Frage” stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, auf die eine klare Antwort schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – und versucht, eine klare Antwort zu bekommen.
“Die ausgereifteste Verkörperung von künstlicher Intelligenz in der physischen Welt” nennt Dmitri Dolgov die selbstfahrenden Autos, die seine Firma betreibt. Der russisch-amerikanische Mathematiker und Physiker gehörte 2009 zu den Gründern von Googles geheimem Programm für selbstfahrende Autos. Heute ist Dolgov Co-Chef von Waymo, einem Schwesterunternehmen von Google.
In dieser Folge des ZEIT-Podcasts Nur eine Frage sprechen ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner und Silicon-Valley-Korrespondent Nicolas Killian mit Dolgov über die Frage, ob wir in Zukunft noch selbst Auto fahren müssen.
In San Francisco und in neun weiteren amerikanischen Städten gehören die selbstfahrenden Waymo-Autos mit ihren auffälligen Sensoren längst zum Stadtbild. Man bestellt sie per App, und sie bringen einen nahezu überallhin. Fast zwei Millionen Fahrten absolvieren die Roboterautos jeden Monat. Waymo hat damit weitgehend den lang gehegten Traum vom selbstfahrenden Auto verwirklicht. Im Podcast erklärt Dolgov, wie autonome Fahrzeuge in den vergangenen 15 Jahren von ersten Prototypen zu alltagstauglichen Transportmitteln geworden sind.
Das Unternehmen expandiert in immer mehr Städte. Auch in Deutschland bereitet Waymo den Markteintritt vor und hat bereits eine Lobbyistin eingestellt. “Wir werden definitiv nach Berlin kommen”, sagt Dolgov. Einen genauen Zeitplan will er nicht nennen, aber zur Ausgangsfrage, ob man in 15 Jahren in Berlin noch einen Führerschein braucht, sagt er: “Selbstfahrende Fahrzeuge werden überall sein.”
Produktion: ifbbw
Redaktion: Lisa Hegemann, Jakob von Lindern
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