Bayerns ehemaliger Kultusminister Hans Maier (CSU) ist tot. Er sei am Montag im Alter von 94 Jahren in München nach kurzem Leiden im Krankenhaus gestorben, teilte die Familie mit. Am 18. Juni wäre Maier 95 Jahre alt geworden.
Der gebürtige Freiburger saß von 1978 bis 1987 im bayerischen Landtag, von 1970 bis 1986 führte er das Kultusministerium. Maier hatte Gymnasiallehramt studiert und war Professor für politische Wissenschaft an der Universität München. Seinen Wahlkreis hatte er einst im schwäbischen Günzburg.
Auch der Denkmalschutz und die Kirche waren Maier stets ein Anliegen. Er wirkte als Präsident des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz sowie als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Noch im Jahr 2020 nahm Maier in München an einer Demonstration teil, bei der mehr Hilfen für die von der Corona-Krise gebeutelte Kulturbranche und insbesondere freiberufliche Künstler gefordert wurde.
Seine Ehefrau Adelheid starb erst vor drei Monaten. «Das hat ihm schwer zugesetzt, die waren extrem eng verbunden», sagte Tochter Johanna Stegmaier. Das Paar sei mehr als 60 Jahre verheiratet gewesen. «Danach hat ihm so ein bisschen der Lebensmut gefehlt.» Die Termine für Trauerfeier und Beerdigung sollen später bekanntgegeben werden.
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