“Mein Job kann körperlich sehr anstrengend sein”, sagt Michael Leopold im Podcast Frisch an die Arbeit. Er ist Schlagzeuger bei den Münchner Philharmonikern und braucht für das Spielen von Trommeln, Becken, Donnerblechen oder Gongs viel Kraft und muss oft lange stehen.
“Dafür ist es auf der anderen Seite auch ganz entspannt”, sagt er. Zum Beispiel, wenn bei der 7. Sinfonie von Bruckner nur ein einziger Schlag im ganzen Stück anstehe. Den dürfe man dann allerdings auf keinen Fall verpassen, “das wäre sonst sehr peinlich”.
Seit fast zehn Jahren spielt der 35-Jährige verschiedene Perkussionsinstrumente bei den Philharmonikern. Oft sitzen bei den Konzerten mehr als 100 seiner Musikerkollegen mit auf der Bühne. Die Hierarchien seien klar geregelt. “Die Chefs sind die ersten Geiger, und hinten bei den Rhythmusinstrumenten gibt der Paukist den Ton an”, sagt Leopold. Mit den Bläsern kämen Schlagzeuger wie er gut klar, denn die hätten oft denselben Hintergrund. “Die meisten haben wie wir in kleinen Blaskapellen auf dem Land angefangen und sind dann zur klassischen Musik gewechselt.”
Beinahe wäre Leopold Fußballprofi geworden
Er selbst habe erst gar nicht gewusst, dass er die Musik zum Beruf machen wolle, fast wäre er Profi-Fußballer geworden. Aber dann verlief sein Weg über sein Studium an der Musikhochschule München und viele Stationen an Theatern, Orchestern und der renommierten Akademie der Philharmoniker. “Ich bin sehr dankbar, dass ich so ein Glück hatte”, sagt Leopold.
Von allen Stücken möge er die Sinfonien von Gustav Mahler am liebsten, da er als Schlagzeuger da viel zum Einsatz komme. “Es macht einen Unterschied, wie man zum Beispiel Triangel spielt”, sagt er. “Man kann schon eine kleine Wissenschaft daraus machen: Wo klingt dieses Dreieck am schönsten, wo sind die Obertöne am klarsten.”
Im Podcast erzählt Leopold, welche Pannen er auf der Bühne schon erlebt hat, warum er nebenbei immer noch sehr gerne in Oktoberfest-Kapellen spielt und wie er junge Leute für klassische Musik begeistern will.
“Frisch
an die Arbeit” wird jeden zweiten Dienstag veröffentlicht. Es moderieren
im Wechsel Daniel Erk, Hannah Scherkamp und Elise Landschek. Das Team erreichen
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