
Bei einem Auftritt im Weißen Haus hatte die US-amerikanische First Lady den Kongress aufgefordert, Opfer des Sexualstraftäters unter Eid Aussagen zu lassen. „Jede einzelne Frau sollte auf Wunsch die Gelegenheit bekommen, ihre Geschichte öffentlich zu erzählen.“ Ihr Auftritt führte zu Spekulationen über den Grund ihres Statements. Melania Trump betonte darin zunächst, dass sie kein Opfer Epsteins gewesen sei. Sie sagte auch, dass sie nie engere Freunde gewesen seien. Sie sprach von falschen Behauptungen, die aufhören müssten. Konkreter wurde sie nicht.
Präsident Donald Trump wusste laut „New York Times“, die sich auf ein Telefoninterview mit dem Präsidenten berief, davon, dass Melania ein Statement abgeben würde – den Inhalt kannte er demnach aber nicht. Ihm sei klar gewesen, dass seine Frau irgendwann über Epstein sprechen wolle.
Eine Gruppe von Opfern kritisierte in einem Statement die Forderung der First Lady. Die Opfer betonten, man habe sich bereits geäußert und außergewöhnlichen Mut bewiesen. Die Forderung sei nur eine Ablenkung. Die Aufmerksamkeit werde vom Justizministerium weggelenkt, das sich etwa für zurückgehaltene Ermittlungsakten verantworten müsse.
