
Medienberichte: Spezialkräfte suchen Offizier
Der amerikanische Präsident Donald Trump äußerte sich zu der Rettungsmission in Iran bislang nur zurückhaltend. Auf die Frage der britischen Zeitung „The Independent“, was er tun würde, falls das vermisste Crew-Mitglied von Iranern gefangengenommen oder verletzt werden sollte, antwortete Trump: „Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil – wir hoffen, dass das nicht passieren wird.“
Der Pilot des Kampfflugzeugs konnte übereinstimmenden Medienberichten zufolge gerettet werden. Zwei an den Rettungsmaßnahmen beteiligte Black-Hawk-Hubschrauber wurden demnach ebenfalls von Iran getroffen. Teheran reklamierte zudem den Abschuss eines weiteren Kampfflugzeugs in der Region des Persischen Golfs nahe der Straße von Hormus für sich.
Sollte Iran das Besatzungsmitglied zuerst finden, wäre das „ein großer Gewinn“ für Teheran, sagte Laurel Rapp, Direktorin des Nordamerika-Programms der Denkfabrik Chatham House, der BBC. Iran hätte dann „ein sehr starkes Druckmittel“. Rapp sprach deshalb von einer „kritischen Mission“ für die US-Streitkräfte. Sollte das Crew-Mitglied in Gefangenschaft geraten und sollten Bilder davon veröffentlicht werden, könnte das die ohnehin schon kritische Haltung der amerikanischen Öffentlichkeit zum Krieg weiter negativ beeinflussen, sagte Rapp, die in der Vergangenheit für das US-Außenministerium tätig war. „Wenn solche Bilder auftauchen würden, hätte das aus amerikanischer Sicht eine enorm verändernde Wirkung“, sagte sie.
