Thomas Hettche erkundet in seinem Roman das Lieben. Und er verrät uns tatsächlich, worauf es dabei ankommt.
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Am Ende sitzen Anna und Max unter der Eiche ihres Landhauses in Schleswig-Holstein wie Philemon und Baucis. Ja, actually love: Thomas Hettche hat einen Liebesroman mit Happy End geschrieben. (Zumindest fast mit Happy End, aber alles soll hier auch nicht aufgelöst werden.) Gelingende Liebe ist als Sujet ungewöhnlich in der anspruchsvollen Literatur – insofern: ein origineller Move! Mit Max und Anna haben sich, als die Hälfte des Lebens und andere Ehen schon hinter ihnen liegen, noch einmal zwei gefunden, und jetzt passt alles. Weil das zu unwahrscheinlich klingt, misstrauen sie selbst anfänglich ihrem späten Glück. Aber nachdem sie alles skrupulös durchdacht haben und keinen Webfehler entdecken konnten, sagen sie Ja zu ihrem Happy End.
