Es
war schon nach 22 Uhr, als ich in meinem Hotel in Seoul ankam. Müde vom langen
Flug und hungrig machte ich mich auf die Suche nach ersten Eindrücken von
Südkoreas Hauptstadt und nach etwas Wärmendem. Denn kalt war es auch. Auf der
Straße brauchte ich keinen Plan, nur meine Nase. Den Gerüchen folgend fand ich
gleich um die Ecke ein kleines Restaurant. Drinnen saßen die Gäste dicht an
dicht, auf fast jedem Tisch stand ein kleiner Gasbrenner, darauf ein Topf, aus
dem es kräftig dampfte. Es roch fermentiert, leicht scharf, tief erdig und
herrlich herzhaft.