Im Süden Kolumbiens ist ein Militärflugzeug kurz nach dem Start abgestürzt. Die Maschine der Luftwaffe verunglückte nahe dem Flughafen von Puerto Leguízamo im Grenzgebiet zu Peru, teilte Verteidigungsminister Pedro Sánchez mit. Armeekreisen zufolge starben mindestens 66 Menschen. Zahlreiche Menschen sollen verletzt überlebt haben.
Nach Angaben der Luftwaffe befanden sich 114 Passagiere und elf Besatzungsmitglieder in der Transportmaschine vom Typ Hercules. Behördenangaben zufolge handelt es sich bei den meisten Insassen um
Militärangehörige, zudem seien einige Polizisten an Bord gewesen. Unter den Toten befanden sich Armeekreisen zufolge 58 Soldaten, sechs Mitglieder der kolumbianischen Luftwaffe und zwei Polizeibeamte.
Die Ursache des Absturzes ist noch ungeklärt. Es gebe “keine Hinweise auf einen Angriff durch illegale Akteure”, sagte Sánchez. In der Grenzregion kämpfen die kolumbianische und die ecuadorianische Armee gegen Drogenkartelle und Milizen.
Es sei ein “schrecklicher Unfall, der
nicht hätte passieren dürfen”, schrieb Präsident Gustavo Petro auf X. Es sei notwendig, die
Militärflotte zu modernisieren. Der Präsident postete ein Video, in dem
zu sehen ist, wie das Flugzeug versucht, an Höhe zu gewinnen, bevor es
zu Boden stürzt.
Andere Videos und Bilder, die in den sozialen Medien verbreitet wurden, zeigten eine große graue Rauchwolke und Trümmerteile am Unglücksort. Anwohner und Sicherheitskräfte hätten sich umgehend auf den Weg gemacht, um Verletzte zu versorgen, berichtete der Radiosender Bluradio. “Militäreinheiten sind bereits vor Ort”, schrieb Sánchez in Onlinenetzwerken.
In Bolivien war Ende Februar ebenfalls ein Hercules-Flugzeug abgestürzt. Mindestens 24 Menschen starben dabei.
