
Aus Idris Elba als James Bond wird wohl nichts. Nach jahrelangen Spekulationen über den Londoner als Daniel Craigs Nachfolger für die Rolle des britischen Geheimagenten hat der Schauspieler jetzt viele seiner Fans enttäuscht. „Es war nie mehr als ein Gerücht. Ein schwarzer Mann, ein afrikanischer Mann als Bond kommt nicht überall gut an“, sagte der Sohn eines Sierra-Leoners und einer Ghanaerin der britischen Zeitschrift „GQ“.
In dem Interview, das am Montag veröffentlicht wurde, warnte Elba auch davor, die Kunstfigur Bond dem Zeitgeist anzupassen. Der Agent, eine Erfindung des britischen Schriftstellers Ian Fleming, sei bewusst unrealistisch entworfen worden. „Eine Prise Realität ist ganz hübsch, aber wir sollten nicht versuchen, das Ganze woke zu gestalten“, mahnte der Dreiundfünfzigjährige.
Daniel Craig: Die Zeit ist reif für einen dunkelhäutigen Bond
Die Spekulationen über Elba als Bond gehen angeblich auf Craig zurück. Der Schauspieler, der bis zum Jahr 2021 fünf Mal als Agent 007 vor der Kamera stand, sagte nach der Wahl von Barack Obama zum ersten schwarzen Präsidenten der Vereinigten Staaten bei der italienischen Premiere der Episode „Ein Quantum Trost“ vor fast 20 Jahren, die Zeit sei reif für einen dunkelhäutigen Bond.
„Mir war aber immer klar, dass das unrealistisch ist. James Bond wurde schließlich aus gutem Grund so geschrieben wie er ist“, ließ Elba jetzt wissen. Craigs Vorschlag habe ihm dennoch geschmeichelt. Auch ohne Part als Bond gehört Elba nach der Fernsehserie „Luther“ sowie Filmen wie „Avengers: Infinity War“ und „Thor: Love and Thunder“ längst zu Hollywoods Großverdienern. Im vergangenen Jahr kürte ihn das Medienunternehmen Powerful Media zudem zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten mit afrikanischen Wurzeln in Großbritannien.
