Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil hat den USA und Israel vorgeworfen, vor den Luftangriffen auf den Iran nicht alle diplomatischen Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben. “Die Frage ist doch, ob tatsächlich alle Möglichkeiten, die das Völkerrecht bietet, vorher ausgeschöpft wurden, um die Atompläne Irans zu stoppen”, sagte Klingbeil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). “Ich denke, man hätte auf der Grundlage des Völkerrechts mehr Schritte gehen müssen.”
Er weine den führenden Vertreter des iranischen Regimes, die durch die Angriffe getötet wurden, “keine Träne nach”, sagte Klingbeil weiter. “Dieses Regime ist ein Terrorregime, das Israel und die ganze Region bedroht, die eigene Bevölkerung unterdrückt und Zehntausende ermordet hat.” Die entscheidende Frage sei jedoch, ob die Bedrohungen durch Luftangriffe dauerhaft beseitigt werden könnten. “Ich habe da Zweifel. Deshalb finde ich, man hätte vorher stärker auf Verhandlungen setzen müssen.”
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