Günstig, aber mit dem aktuellen Prozessor der größeren und teureren Geschwister ausgestattet: Das iPhone mit der Namenserweiterung „e“ ist oft das Diensthandy des kostenbewussten Arbeitgebers für seine Angestellten oder das Gerät der Wahl für jene, die aktuelle Technik wünschen, aber nicht den Preis der „normalen“ Geräte. Das jetzt vorgestellte iPhone 17e gibt es in zwei Ausbaustufen. In der kleinsten spendiert Apple mehr Speicher, es sind jetzt 256 Gigabyte statt 128. Der Preis von 700 Euro bleibt. Mit 512 Gigabyte Speicher sind es 950 Euro. Vergleichen wir mit dem günstigsten iPhone 17: 950 Euro mit 256 Gigabyte, man spart also bei identischem Speicher 250 Euro.
Das Display des 17e ist allerdings mit 6,1 Zoll etwas kleiner als jenes des iPhone 17 mit 6,3 Zoll und deutlich keiner als beim 17 Pro Max mit 6,9 Zoll. Als wir das 17e auspackten, war der erste Gedanke: wie klein es ist. Man fühlt sich an alte Zeiten erinnert. Wenn der Angestellte auf dieses Gerät rund um die Uhr schauen soll und damit jeden Tag Hunderte von E-Mails oder Teams-Einträgen lesen muss, würden wir doch zu einem größeren Modell als Diensthandy raten.
Mehr Helligkeit ist besser
Doch die Verarbeitungsqualität und die Anmutung überzeugen, der Rahmen besteht aus Aluminium. Allerdings schafft das Display nur eine Bildwiederholrate von 60 Hertz, und die Helligkeit liegt bei 800 Nits mit einer Spitzenhelligkeit von 1200. Ein iPhone 17 ist da deutlich besser, seine Helligkeit liegt bei 1000 Nits mit einer Spitzenhelligkeit von 3000 Nits. Man sieht den Unterschied vor allem draußen im Sommer bei sehr hellem Sonnenschein. Sagt der Rennradfahrer, der gern längere Pausen einlegt und aufs Handy schaut.
Geht es um die Prozessorleistung, gibt es am aktuellen A19 mit sechs Kernen nichts auszusetzen. Dass das Diensthandy einen Grafikkern weniger hat, bemerkt man in der Praxis nicht. Kompromisse macht dann aber wie beim Vorgänger die Kameraabteilung. Es gibt nur eine Optik mit einer Auflösung von immerhin 48 Megapixel sowie Bildstabilisierung. Mit Bildbeschnitt wird ein Zweifachzoom simuliert. Im Unterschied zum 16e gelingen jetzt Porträtaufnahmen mit Blendeneffekt wie bei den großen iPhones. Ein Kinomodus fehlt jedoch. Die Frontkamera bleibt bei 12 Megapixel, während die 17er Generation ansonsten die neue 18-Megapixel-Einheit haben.

Gespart hat Apple auch bei der Konnektivität: Es gibt nur Wi-Fi 6 statt Version 7 und Bluetooth 5.3 statt Version 6. Ultrawideband zum exakten Orten von Gegenständen fehlt. Wie gehabt unterstützt Apple die physische Sim-Karte, eine E-Sim lässt sich zusätzlich im Gerät aktivieren.
Eine begrüßenswerte Verbesserung ist die vollständige Unterstützung von Magsafe. Endlich hat auch das Einsteigergerät Magnete an der Rückseite, die nicht nur eine perfekte Arretierung an den Spulen eines Ladegeräts erlauben, sondern auch die Befestigung an geeignetem Magsafe-Zubehör, etwa im Auto oder am Selfie-Stick. Das 17e erreicht eine Ladeleistung von 15 Watt, per Kabel sind bis zu 30 Watt drin. Apple gibt eine Laufzeit fürs Videostreaming von bis zu 21 Stunden an. Man kommt in jedem Fall gut über den Tag.
Alles in allem ist das neue iPhone 17e ein schönes Gerät mit unspektakulärer Anmutung, mit dem man durchaus sparen kann. Allerdings macht man dann wie immer auch Kompromisse. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in diesem Jahr besser geworden, weil man mehr Speicher für denselben Preis erhält. Magsafe ist hochwillkommen, das nimmt man gern mit.
