
Wie schon in den vergangenen Jahren, als Sie lebensrettende Organtransplantationen, die Mobilität von Amputierten in Uganda oder die unermüdliche Arbeit der Frankfurter Bahnhofsmission unterstützten, schreiben Sie auch diesmal eine Erfolgsgeschichte der Nächstenliebe fort. Seit den neunziger Jahren dürfen wir uns auf Ihre Großzügigkeit verlassen. Und wie immer gilt das unverrückbare Versprechen: Jeder gespendete Euro fließt direkt in die Projekte, da die F.A.Z. sämtliche Verwaltungskosten trägt.
Zwei Projekte auf zwei Kontinenten
In diesem Jahr lindern die Spenden auf zwei Kontinenten existenzielle Nöte und schenken jungen Menschen die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft. Da ist zum einen das regionale Projekt Tomoni aus Frankfurt. Die Gründer, Alix und Oliver Puhl, haben aus größtem Schmerz – dem Verlust ihres Sohnes durch Suizid – die Kraft geschöpft, alles zu versuchen, um anderen Familien dieses Leid zu ersparen. Psychische Erkrankungen bei Jugendlichen beginnen oft im Verborgenen. Das Projekt setzt hier an: Es klärt an Schulen auf, schult Lehrkräfte, nimmt der Krankheit das Stigma und hilft dabei, Alarmsignale frühzeitig zu erkennen. Diese Präventionsarbeit holt betroffene Jugendliche aus der Dunkelheit und Isolation ihrer Krankheit zurück ins Leben – ein Gedanke, der besser nicht zur österlichen Botschaft passen könnte.
Hoffnung und neues Leben schenken Sie auch tausende Kilometer entfernt, im afrikanischen Sambia. Dort unterstützen wir gemeinsam mit der „Stiftung Kinderzukunft“ Mädchen und Jungen, für die der Schulbesuch keine Selbstverständlichkeit ist. Ihre Spenden sorgen dafür, dass an Schulen wieder sauberes Wasser fließt. Wasser ist die Quelle allen Lebens. Es ermöglicht unter anderem die Bewirtschaftung von Schulgärten, die den ansonsten kargen Speiseplan der Kinder um dringend benötigtes Gemüse ergänzen. Darüber hinaus leistet das Projekt einen entscheidenden Beitrag zur Würde junger Frauen. Unter dem Motto „Nähen gegen die Scham“ lernen sie, wiederverwendbare Binden herzustellen. Weil es den Familien an Geld für Hygieneprodukte fehlt, verpassen Mädchen dort sonst jeden Monat wertvolle Unterrichtstage. Durch dieses einfache, aber wirkungsvolle Konzept durchbrechen sie den Kreislauf aus Armut und fehlender Bildung.
Wenn wir an Ostern die Auferstehung und das Leben feiern, dann dürfen wir uns auch darüber freuen, wie viel konkrete Lebenshilfe durch Ihr Zutun in den vergangenen Monaten auf den Weg gebracht wurde. Für diese treue Verbundenheit und für jeden einzelnen Cent der erreichten Spendensumme möchte ich mich im Namen der Redaktion von Herzen bedanken.
