In ihrer Arbeit beschäftigt sich Helen Toner mit den sicherheitspolitischen Auswirkungen von künstlicher Intelligenz (KI). Sie saß im Aufsichtsrat des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, als der 2023 CEO Sam Altman kurzzeitig feuerte. Heute ist Toner Interimsgeschäftsführerin des Center for Security and Emerging Technology (CSET) an der renommierten Georgetown University in den USA. DIE ZEIT trifft sie zum Interview per Videocall.
DIE ZEIT: Frau Toner, das Unternehmen Anthropic wollte verhindern, dass ihre KI Claude für “alle gesetzmäßigen Zwecke” im US-Militär eingesetzt wird, etwa für vollautonome Waffensysteme oder inländische Massenüberwachung. Nun hat die US-Regierung Anthropic als Sicherheitsrisiko eingestuft und von allen staatlichen Aufträgen ausgeschlossen. Ein einmaliger Vorgang. Das Unternehmen klagt dagegen. Was halten Sie von dem Streit?
