Es gibt ein schönes deutsches Wort für eine schöne deutsche Institution, es lautet Freilichtmuseum, und das Ganze funktioniert so: Fein abgeschirmt von den Gegebenheiten der heutigen Welt ist eine gestrige errichtet worden. Man bewegt sich darin durch eine vergangene Landschaft, die es so nie gab: hochverdichtete Dörfer, in denen sich Wohnhäuser und Schmieden, Butter- und Papiermühlen drängeln, Seilereien und zu gut sortierte Kaufmannsläden. Schnell kann man hier glauben, dass die Welt mal so funktioniert hat und auch heute noch funktionieren könnte – so pittoresk, sauber und zugleich erstaunlich effizient, Zahnrad in Zahnrad. Aber irgendwann sollte man doch den Ausgang aus diesem Schutzraum für Technikgeschichte finden und zurück ins Heute.
