
Ein Smartphone ist nur so gut wie sein Stromstand, heißt es. Aber die Handys vertragen die frostigen Temperaturen nicht so gut. Welche Möglichkeiten gibt es, um auch das Handy gut durch die klirrende Kälte zu bringen? Antworten auf die wichtigsten Fragen:
Weshalb schadet Kälte meinem Handy?
Der Akku sei im Winter besonders empfindlich, sagt Sebastian Klöß vom Digitalverband Bitkom. „Je kälter, desto weniger Energie speichert er.“ Das gilt auch für mobile Ladegeräte, also etwa Powerbanks. Die Stromreserve kann demzufolge schneller zur Neige gehen.
Zwar geht das Smartphone bei Minusgraden selbst nicht gleich kaputt. Allerdings verlangsamt sich dessen Leistung. So arbeitet etwa der Prozessor langsamer und der Touchscreen reagiert verzögert. Dann kann es auch zu längeren Ladezeiten kommen.
Wie lässt sich das Smartphone bei niedrigen Temperaturen schützen?
Handynutzer sollten ihr Smartphone warmhalten. Und deshalb im besten Falle nah am Körper tragen. Die Hosen- oder Jackeninnentasche sind jeweils gute Plätze. Wichtig ist: Das Gerät sollte nicht im Auto gelassen werden, denn da ist es schnell genauso kalt wie draußen.
Wer trotzdem telefonieren will, kann ein Headset nutzen. Und somit das Smartphone per Sprachsteuerung bedienen – ohne dass es aus der wärmenden Tasche genommen werden muss.
Klöß rät zudem, Stöße oder Druck, wenn möglich, zu vermeiden, „da kaltes Glas spröder ist und das Displayglas bei einem Sturz schneller springt“. Das Mobiltelefon lässt sich vor Stürzen, Nässe, Kälte und Schmutz zusätzlich durch Schutzhüllen schützen.
Was muss ich wiederum im warmen Bürogebäude beachten?
Es ist nicht nur die frostige Kälte, die den Geräten zusetzen kann. Einmal im beheizten Büro angekommen, steigt die Temperatur recht unvermittelt an. Dadurch kann sich im Geräteinneren Kondenswasser bilden – wie es im Winter auch an Wohnungsfenstern gut zu beobachten ist. Das Wasser kann die teuren Bauteile beschädigen. Und damit zu Störungen oder Ausfällen führen.
Was mache ich bei Kondenswasser im Gerät?
Besitzer sollten das Gerät zuallererst einmal ausschalten. Im Anschluss kann man versuchen, es selbst zu trocknen. Dafür geeignet ist ein Plätzchen auf dem Schreibtisch; keinesfalls der Backofen oder eine Heizung – die Elektronik ist sensibel. Erst sobald das Kondenswasser verschwunden ist, kann man es wieder mit dem Anschalten probieren.
Wenn es das Smartphone erlaubt, sollte der Akku entfernt und das Gerät anschließend mit geöffnetem Batteriefach der Zimmerluft ausgesetzt werden. Handys wie das Iphone haben allerdings einen fest verbauten Akku. Sofern das Kondenswasser trotz einer zeitlich ausreichenden Ausschaltphase nicht verschwindet, hilft oft nur noch der Reparaturservice.
Muss man noch auf etwas anderes achten?
Generell empfiehlt es sich, das Smartphone morgens beim Verlassen der Wohnung voll aufgeladen mitzunehmen. Dann ist genügend Energie vorhanden, um im Notfall zu telefonieren, die Taschenlampe zu nutzen oder das Gerät als Navigationsgerät zu verwenden.
Wer außerdem auch am Bahnsteig nicht die Finger vom Handy lassen kann, sollte sich um ein Paar Handschuhe mit leitfähigen Materialien an den Fingerkuppen bemühen. So kann das Telefon auch benutzt werden, ohne dass die Wetterkapriolen von Sturmtief Elli die Hände frieren lassen.
