Stuttgarts Stürmer Deniz Undav sieht einem möglichen Comeback bei der Fußball-Nationalmannschaft gelassen entgegen. «Vielleicht hatten wir schon Kontakt, vielleicht auch nicht. Bis Donnerstag sind’s ja noch vier, fünf Tage. Deswegen alles entspannt», sagte der Stürmer bei DAZN nach seinem 1:0-Siegtor gegen RB Leipzig über seine Chancen, nach längerer Zeit mal wieder für den DFB-Kader nominiert zu werden. Mit aktuell 16 Saisontoren ist er der treffsicherste deutsche Stürmer in der Bundesliga.
Bundestrainer Julian Nagelsmann gibt am Donnerstag sein Aufgebot für die Testspiele gegen die Schweiz am 27. März und drei Tage später gegen Ghana bekannt. Für Undav wäre vor allem das Ghana-Spiel ein besonderes, da es in Stuttgart stattfindet. Sein bislang letztes von sechs Länderspielen absolvierte der 29-Jährige im vergangenen Juni gegen Frankreich (0:2). Für die jüngsten drei Lehrgänge hatte Nagelsmann auf den VfB-Torjäger verzichtet.
Wohlgemuth unterstreicht Undavs Wert
«Es ist ja nicht so, dass Deniz erst seit vier oder sechs oder acht Wochen in bestechender Form ist, sondern jede Woche inzwischen für uns trifft», unterstrich Stuttgarts Sportdirektor Fabian Wohlgemuth einmal mehr Undavs Wert für den VfB. «Er ist nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb des Platzes ein sehr, sehr wichtiger Spieler für uns.»
Gegen Leipzig traf Undav im fünften Bundesliga-Spiel in Serie. Auch beim 1:2 in der Europa League gegen Porto war er zuletzt erfolgreich. «Wir haben zum Ausdruck gebracht, dass Deniz unsere Stimme hat, ganz klar und eindeutig», betonte Wohlgemuth, aber die Entscheidung treffe Nagelsmann. «Ich glaube, dass es uns nicht zusteht, das permanent in der Öffentlichkeit zu kommentieren. Wir warten die Berufung ab.»
Gegen Leipzig hatte Undav von einem schweren Fehler von RB-Torwart Maarten Vandevoordt profitiert, der den Ball in die Füße von VfB-Flügelflitzer Chris Führich gespielt hatte. Nach dessen Vorlage traf Undav in der 56. Minute mit der Innenseite flach ins rechte Eck.
© dpa-infocom, dpa:260316-930-821460/1
