Der Einsatz zur Entschärfung einer Weltkriegsbombe an der früheren Carolabrücke in Dresden hat begonnen. Die Polizei wies am Morgen noch einmal darauf hin, dass alle Anwohner im Sperrkreis von einem Kilometer ihre Wohnungen verlassen müssen. Die Notunterkunft in der Dresdner Messe steht ab 7.00 Uhr zur Verfügung.
Die Dresdner Verkehrsbetriebe stellen zusätzliche Transportmöglichkeiten bereit. Busse zur Notunterkunft fahren folgende Haltestellen im Evakuierungsgebiet an: Sachsenplatz, Striesener Straße/Gerichtsstraße, Pirnaischer Platz/Wilsdruffer Straße am Landhaus. Straßenbahnen verkehren über die Route Albertplatz, Carolaplatz, Neustädter Markt und Theaterplatz.
Information über Social Media und andere Kanäle
Die Stadt Dresden will über den Stand der Maßnahmen auf ihrer Website informieren. Auch auf den Social-Media-Kanälen der Landeshauptstadt, der Feuerwehr Dresden und der Polizei Sachsen können Informationen bezogen werden. Gleiches gelte für Warn-Apps, die an das Modulare Warnsystem des Bundes angeschlossen seien, hieß es.
Nach dem Bombenfund muss ein Großteil der Dresdner Innenstadt evakuiert werden. Etwa 18.000 Menschen haben bis spätestens 9.00 Uhr den Sperrkreis zu verlassen. Am Vortrag waren auf dem früheren Brückengelände zwei verdächtige Gegenstände untersucht worden, die im Boden versteckt lagen. Einer davon entpuppte sich als 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe mit Zünder.
Dresden hat Routine im Umgang mit Bombenfunden
Dresden hat Routine mit Bombensprengungen. Die Elbestadt war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach bei Angriffen englischer und US-amerikanischer Bomber schwer zerstört worden. Nach Recherchen einer Historikerkommission kamen bis zu 18.000 Menschen ums Leben. Bis heute werden bei Bauarbeiten immer wieder Blindgänger der Luftangriffe gefunden.
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