Vernünftig war es nie, jetzt hat die EU das Verbot für fleischige Namen auf vegetarischen Produkten teilweise gekippt. Damit ist der Kulturkampf beigelegt, vorerst.
1 Kommentare
© Eduardo Ramos/unsplash/unsplash.com
Genug von all den schlechten Nachrichten? Hier kommen drei
gute: Die Tofuwurst soll weiter “Wurst” heißen, das Sojaschnitzel “Schnitzel”,
der Veggieburger “Burger”. So hat es die EU-Spitze entschieden. Was im Oktober nach
einem großen Sieg der Fleischlobby aussah, wurde gestern in
Brüssel im
Trilog zwischen Vertretern des EU-Parlaments und des Rats der 27 EU-Länder halbwegs
vernünftig zurechtgestutzt.
Zur Erinnerung: Im Herbst hatte das EU-Parlament mehrheitlich
beschlossen, pflanzlichen Produkten praktisch alle fleischigen Namen zu
verbieten. Wurst, Schnitzel, Burger, Frikadelle – sollte alles weg. Es war der
Versuch, mit Wortklaubereien abzuschaffen, was sich auf dem Markt längst
durchgesetzt hatte. Und was kaum jemanden störte. Schon im Jahr 2020 bekundeten
laut
einer Umfrage 80 Prozent der EU-Bürger, sie hätten mit Fleischbegriffen für
Ersatzprodukte kein Problem, sofern diese klar als pflanzlich gekennzeichnet seien.
