Aus der Serie:
Fünf vor acht
EU-Staaten wollen in Afrika Abschiebezentren errichten. Dort aber nutzen manche Autokraten Europas Migrationspolitik schon jetzt als verbrecherisches Geschäftsmodell.
© John Macdougall/AFP/Getty Images
Am
vergangenen Samstag gewann der Autokrat Yoweri Museveni zum siebten Mal die
Wahlen in Uganda. Falls Sie die News dazu verpasst haben: Diese Wahlen waren
weder fair noch friedlich. In den Wochen zuvor hatten Armee und Polizei
Kundgebungen von Museveni-Gegnern auseinandergeprügelt, das Internet wurde
abgeschaltet. Mindestens
20 Anhänger der Opposition wurden erschossen, ihr Spitzenkandidat Bobi Wine ist
aus Angst um sein Leben abgetaucht. Und hofft auf Unterstützung aus Europa.
Schlimm, sagen Sie jetzt vielleicht – aber haben
Deutschland und die EU nicht gerade andere Probleme?
