SPD-Chef Lars Klingbeil
dringt weiter auf staatliche Eingriffe, um Verbraucher angesichts der hohen Energiepreise zu entlasten – trotz der Kritik von Kanzler Friedrich
Merz (CDU) an dem öffentlich ausgetragenen Konflikt mit Bundeswirtschaftsministerin
Katherina Reiche (CDU). “Das Wirksamste ist gerade der Eingriff in
den Markt. Das sehen wir in anderen europäischen Ländern”, sagte der
Finanzminister der Süddeutschen Zeitung. “Und ich finde, wir sollten diesen
Mut auch haben.”
Klingbeil
bekräftigte seine Forderung nach einer Übergewinnsteuer, einer Absenkung der
Energiesteuern und einem Preisdeckel für Kraftstoffe – alles Schritte, die
Reiche ablehnt und die auch Merz skeptisch sieht.
Am Freitag war es
überraschend zum offenen Streit gekommen: Während Klingbeil Vertreter von
Gewerkschaften und Arbeitgebern traf, trat Reiche in Berlin kurzfristig vor die
Medien und übte Kritik an den Vorschlägen des Finanzministers.
Das
wiederum hatte Merz verärgert. Über das Wochenende werden nun Gespräche zwischen Union und SPD über das weitere Vorgehen erwartet.
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