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Bundesverkehrsministerium stellt künftig 500 Millionen Euro für die Förderung von Ladepunkten für Elektroautos an Mehrparteienhäusern bereit. Das teilte das Ministerium in Berlin mit. Anträge können demnach ab dem 15. April und bis zum 10. November
2026 gestellt werden. “Gefördert werden die Anschaffung und Errichtung von
privater Ladeinfrastruktur, zum Beispiel Wallboxen in Verbindung
mit der entsprechenden technischen Ausrüstung”, hieß es. Auch der
Netzanschluss oder notwendige Baumaßnahmen seien förderfähig.
In Deutschland gibt es rund 21 Millionen Wohnungen in
Mehrparteienhäusern, für die aktuell rund neun Millionen Stellplätze
zur Verfügung stehen. Das Laden zu Hause gilt als besonders beliebt.
Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) zufolge ist die
Ladeinfrastruktur in diesem Bereich bisher noch unzureichend. Wohnungseigentümergemeinschaften, Privateigentümer sowie
Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienunternehmen können die Förderanträge stellen.
E-Autos unter Autofahrern zunehmend beliebt
Zuletzt war die Beliebtheit von Elektroautos in der Bevölkerung gestiegen. Einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Targobank zufolge gaben 21 Prozent der Befragten an, als nächstes Auto ein reines Elektroauto zu bevorzugen. Das waren vier Prozentpunkte mehr als die zuvor 17 Prozent in den Befragungen der Jahre 2024 und 2025.
Der Umfrage zufolge sind Elektroautos mittlerweile das zweitbeliebteste Fahrzeug deutscher Autofahrer, nur Benziner sind mit 29 Prozent noch beliebter. Die Beliebtheit von Hybridfahrzeugen liegt unverändert bei 19 Prozent, Diesel gaben ebenfalls gleichbleibend 14 Prozent der Befragten als Präferenz an.
Fehlende Ladesäulen beeinträchtigen laut Umfrage Beliebtheit von E-Autos
Häufige Begründungen für die Entscheidungen gegen Elektroautos waren laut Umfrage hohe Anschaffungskosten, eine zu geringe Reichweite, zu wenige Ladesäulen, die Ladedauer sowie die begrenzte Lebenszeit des Akkus. Einige Befragten fanden zudem, dass Elektroautos umweltschädlich seien und verwiesen dabei auf die für die Fahrzeuge nötige Rohstoffgewinnung und auf Entsorgungsaspekte. Im Vergleich zur Vorjahresumfrage waren diese Bedenken jedoch schwächer ausgeprägt als zuvor.
Die Umfrage basiert auf den Antworten von 933 Autofahrern, insgesamt nahmen 1.021 Autofahrer an der Umfrage teil, von denen allerdings 88 einen Autokauf grundsätzlich ausschlossen.
