1946 erschien die erste Ausgabe DIE ZEIT. Wir feiern mit Menschen, Dingen und Ideen, die genauso alt sind wie wir – und die Welt bis heute bewegen.
Dolly Parton ist in einer Zeit aufgewachsen, in der man als Sängerin, erst recht als Countrysängerin, einen Mann an der Seite brauchte, um es zu schaffen. Einen, der mit einem musizierte, der mit einem sang. Die Frage, die sich stellte, war: Wird man diesen Mann auch wieder los?
Dolly Parton, 1946 geboren, ist eine, die sich bis heute nicht gänzlich verstehen oder zu Ende analysieren lässt. Auch nicht, wenn man sie für einen 30-Minuten-Interview-Slot trifft, in einem Londoner Hotel, wie ich vor ein paar Jahren: Sie betritt den Raum komplett in Leder gekleidet, haut Anekdoten raus und gute Sprüche, umarmt einen zum Abschied und verschwindet dann wieder. So viel hat sie mittlerweile von sich erzählt, so viele Mysterien und Widersprüche sind geblieben. Das Faszinierendste ist wohl bis heute: Dolly Parton hasst das Wort “Feministin”. Und hat doch die wichtigsten Entscheidungen in ihrem Leben wie eine Hardcore-Emanze gefällt.
