Münchens OB bekam viel Geld vom FC Bayern – und hat es der Stadt verheimlicht. Bedroht es seine Wiederwahl, dass er die Grenze zu den “Großkopferten” der CSU verwischt?
© Ulrich Wagner/imago images
“Passt schon”, sagt der Bayer gerne, wenn er es nicht
so genau nimmt, und auch der Konsonant kommt leger daher: “Basst scho.” Diese
Mentalität könnte nun dem einzigen Star der SPD in Bayern zum Verhängnis
werden: Münchens Oberbürgermeister (OB) Dieter Reiter, der am Wahlsonntag, dem 8.
März, zu seinem dritten Sieg als Stadtoberhaupt segeln wollte. Und das
ausgerechnet mit dem Slogan: “München. Reiter. Passt.”
Bis vor wenigen Tagen schien der Wahlkampfslogan ein
verbreitetes Empfinden in der bayerischen Landeshauptstadt widerzuspiegeln:
Reiter, 67 Jahre alt, zwölf Jahre bereits im Amt, galt als haushoher Favorit.
Was dem SPD-Spitzenmann dann aber binnen einer halben Woche alles widerfuhr,
kann es an Fehltrittdichte durchaus mit dem CDU-Pechvogel Manuel Hagel
aufnehmen, der im benachbarten Baden-Württemberg gerade seine
Chancen aufs Spiel setzt, Ministerpräsident zu werden.
