
Der Dieselpreis hat nach dem Start der neuen Preisregelung für Tankstellen laut ADAC an jedem Tag ein neues Allzeithoch erreicht. Am Karsamstag kostete ein Liter Diesel an deutschen Tankstellen im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,425 Euro und damit 3,4 Cent mehr als am Karfreitag, wie der ADAC am Sonntag mitteilte. Das frühere Allzeithoch vom März 2022 werde damit inzwischen um zehn Cent übertroffen.
Der Preis für Super E10 stieg zudem am Samstag mit 2,184 Euro pro Liter auf „den höchsten Stand des Jahres“, wie der Automobilclub weiter mitteilte. Zum E10-Allzeithoch vom 14. März fehlten nur noch knapp zwei Cent.
Die Tankstellen dürfen seit Mittwoch die Spritpreise nur noch einmal am Tag um 12.00 Uhr anheben – Senkungen sind jederzeit erlaubt. Seitdem gehe es nur nach oben, erklärte der ADAC. Der Anstieg von Mittwoch auf Donnerstag „ließ sich noch teilweise nachvollziehen, weil auch Rohöl vom einen auf den anderen Tag deutlich teurer wurde und sein Preis von 100 auf 110 Dollar stieg“, fuhr der Automobilclub. „Am Osterwochenende gab es diese Entwicklung wegen geschlossener Handelsplätze aber nicht.“
Auch am Samstag stieg der Preis um die Mittagszeit erneut: Um 11.45 Uhr lag der durchschnittliche Preis für einen Liter Super E10 laut ADAC bei 2,168 Euro. Um 12.15 Uhr kostete er 2,239 Euro pro Liter und damit 7,1 Cent mehr. Diesel stieg demnach um 7,3 Cent auf 2,488 Euro.
Bahngewerkschaft EVG fordert günstigere Zugtickets
Die Eisenbahngewerkschaft EVG fordert angesichts massiv gestiegener Spritpreise eine vom Staat verordnete Preissenkung für Fernzüge und den öffentlichen Personennahverkehr. „Ein befristeter Rabatt von 30 Prozent auf das Deutschlandticket und Preissenkungen im Fernverkehr von bis zu 50 Prozent wären eine schnelle und wirksame Entlastung“, sagte EVG-Chef Martin Burkert der „Bild am Sonntag“.
„Anstatt sich von den Öl-Konzernen an der Nase herumführen zu lassen, muss die Politik neben einer Übergewinnsteuer das Staatsunternehmen Deutsche Bahn nutzen“, sagte Burkert weiter.
