
Als sich das als Illusion herausstellte, da galt Putin der amerikanische Präsident als allein akzeptables Gegenüber. Erst recht, als der dann Donald Trump hieß und bereit war, sich auf dieses bilaterale Spiel einzulassen: Europa außen vor, die Ukraine als Spielball der beiden Großen.
Die große Gefahr für die Ukraine
Das war ein Moment großer Gefahr für die Freiheit der Ukraine. Sie wurde im vergangenen Jahr abgewendet, auch weil Europa sich dagegenstellte: die maßgeblichen Länder der EU plus – wichtig – Großbritannien.
Es ist daher vernünftig, dass sich die Briten, Franzosen und Deutschen jetzt wieder zusammengetan haben, um – wichtig: gemeinsam mit Kiew – eine Verhandlungsbotschaft nach Moskau zu übermitteln. Als E3 bereits früher in Iranverhandlungen aufgetreten, ist das ein eingespieltes Format.
Auch wenn die EU für die wirtschaftliche Unterstützung und die Integrationsperspektive für die Ukraine unerlässlich bleibt, ist eine Gruppe wie die der E3 diplomatisch schlagkräftiger. Mag es auch jetzt noch nicht so weit sein, irgendwann wird die Zeit der Diplomatie kommen. Dann muss Putin wissen, wem er antworten kann. Und Europa muss daran gelegen sein, dass das nicht (allein) der Mann in Washington ist.
