Danny L Harle rettet den Hyperpop vor dem Mainstream.
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© David Black/Ronan Park/Beggars (Composing)
“Crystallise my tears”, bittet die Sängerin mit dem verwundeten Herzen: Verwandle meine Tränen in Edelsteine, verwandle meinen Schmerz in etwas Schönes! Das singt sie mit flehentlich trauriger Stimme, unter der Stimme aber hüpfen die heitersten Beats. Ein schnarrender Bass lädt zum Schunkeln ein, eine künstliche Flöte macht tüdelüüd, schließlich perlen glitzernde Synthie-Klänge empor, und die Nummer verwandelt sich in ein Eurodance-Stück. Hier kristallisieren mithin nicht nur die Tränen, hier kristallisiert auch die Zeit: Wir machen wieder Party, als wäre es 1999. Und wir sind wieder so traurig wie damals, denn das Ende der Welt steht schon wieder, ein weiteres Mal vor der Tür.
