
Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben das Halbfinale in der Champions League verpasst. Nach dem 1:0-Sieg im Viertelfinal-Hinspiel verlor das Team von Trainer Stephan Lerch gegen Olympique Lyon verdient mit 0:4 (0:3, 0:1, 0:1) nach Verlängerung. Der Rekordsieger zu stark, der Dauerdruck zu groß: Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg sind im Viertelfinale der Champions League an OL Lyonnes gescheitert. Die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch stemmte sich im Rückspiel lange gegen den dominanten Favoriten aus Frankreich, unterlag aber schließlich mit 0:4 (0:1, 0:1) nach Verlängerung – das 1:0 aus dem Hinspiel reichte den Wölfinnen nicht, eine erneute Überraschung blieb am Donnerstagabend aus.
Am Vortag hatte dagegen der FC Bayern gegen Manchester United zum dritten Mal in seiner Vereinsgeschichte das Halbfinale in der europäischen Königsklasse des Frauenfußballs erreicht. In der Runde der besten Vier geht es Ende April für die Bayern gegen den FC Barcelona.
Jule Brand überzeugt bei Lyon
Für Lyon spielte von Beginn an die ehemalige Wolfsburgerin Jule Brand. Die Nationalspielerin, im Hinspiel nur eingewechselt, zeigte eine gute Vorstellung und bereitete die erste Chance der Gastgeberinnen vor. Zusammen mit ihren Teamkameradinnen setzte sie ihren ehemaligen Club anfangs unter Druck.
In der 16. Minute schoss Lily Yohannes das verdiente 1:0 für Lyon – der Schuss der US-Amerikanerin wurde von Janina Minge unhaltbar für VfL-Torhüterin Stina Johannes abgefälscht. Der Vorsprung war früh ausgeglichen: Eine Woche zuvor hatte der Bundesliga-Zweite dank eines Tores von Lineth Beerensteyn Lyon die erste Saisonniederlage beigebracht.
Wolfsburg stark unter Druck
Mit starkem Pressing setzte Olympique den Bundesligisten unter Druck. Wolfsburg kam selten zum Durchschnaufen und nur gelegentlich über die Mittellinie. Torchancen konnte sich Wolfsburg zunächst nicht erarbeiten, ehe Janou Levels (78.) alleine vor dem Tor an der bis dahin beschäftigungslosen Lyon-Torhüterin Christiane Endler scheiterte.
In der Verlängerung hatte Wolfsburg zunächst Glück, als ein Tor von Marie-Antoinette Katoto (98.) wegen einer Abseitsstellung zurückgenommen wurde. Doch kurz darauf zählte das Tor von Melchie Dumorney (102.), das ebenfalls durch den Videoassistenten wegen eines möglichen Foulspiels zuvor geprüft wurde. Wolfsburg brauchte nun dringend ein Tor – kassierte aber selbst das dritte und vierte: Nach einer Ecke war zunächst Damaris Egurrola (105.+2) zur Stelle, Tabitha Chawinga (119.) sorgte für den Endstand.
Zeit, die Enttäuschung zu verarbeiten, bleibt den Wölfinnen nun aber kaum. Bereits am Sonntag (16.15 Uhr/Sky) steht das Halbfinale im DFB-Pokal bei Carl Zeiss Jena an.
