
Die amerikanische Cannabisschwemme, welche von den europäischen Drogenfahndern in den vergangenen Jahren beobachtet wurde, hat ihre Ursache in einer Entwicklung, die von bestimmten US-Bundesstaaten wie Kalifornien sowie von Kanada ausgegangen ist.
Dort hielt man die Legalisierung des Rauschgifts Cannabis für einen großen Fortschritt. In fast der Hälfte der amerikanischen Bundesstaaten sind der Gebrauch von und der Handel mit Cannabis legal.
An der Spitze stand er nicht, dagegen aber auch nicht
Obwohl Präsident Donald Trump beileibe nicht der Konservative ist, als der er sich für ein bestimmtes Wählersegment geriert, an der Spitze der Liberalisierungsbewegung in Sachen Cannabis stand er nicht. Allerdings hat er sich auch nicht dagegengestellt.
Vielmehr hat er im vergangenen Dezember einen Schritt getan, den der von ihm so geschmähte Vorgänger Joe Biden bereits plante, aber wegen rechtlicher Bedenken nicht ausgeführt hat. Nämlich hat Trump per Dekret Cannabis von der Stufe der besonders gefährlichen Drogen in eine minder restriktiv behandelte Kategorie eingestuft.
Das freut die florierende Cannabisindustrie dort. Der Anbau boomt. Überproduktion findet statt. Die Preise sinken. Marktlogische Folge: Es wird nach Europa exportiert. Und zwar im großen Stil auch illegal. Nach Trumps Logik – aber was heißt das schon – ist der dafür verantwortliche Präsident ein Drahtzieher des Drogenschmuggels.
