Im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Brandanschlag auf die Stromversorgung im vergangenen Herbst hat die Polizei eine Razzia gegen mehrere Verdächtige gestartet. Die Maßnahmen erfolgen im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft und
richten sich gegen “namentlich bekannte Beschuldigte”, wie ein Sprecher
der Anklagebehörde der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Insgesamt finden bundesweit 18 Durchsuchungen statt.
Der Tagesspiegel und B.Z. berichteten übereinstimmend, dass die Durchsuchungen gegen Beschuldigte aus der linksextremistischen Szene gerichtet seien. Durchsucht werde unter anderem die Anarchistische Bibliothek in Berlin Kreuzberg. Laut Tagesspiegel gibt es auch Durchsuchungen in Brandenburg, Düsseldorf und Hamburg.
Knapp 50.000 Haushalte vom Stromausfall betroffen
Mutmaßliche Linksextremisten hatten im September 2025 einen
Brandanschlag auf einen Strommast im Berliner Technologiepark Adlershof verübt und Starkstromkabel weitgehend
zerstört. In einem Bekennerschreiben im Internet war von einem Angriff
auf den Technologiepark und die dortigen Firmen und
Forschungseinrichtungen aus den Bereichen IT, Robotik, Bio- und
Nanotechnologie, Raumfahrt sowie Sicherheits- und Rüstungsindustrie die
Rede.
Nach Angaben des Netzbetreibers Stromnetz Berlin
waren insgesamt knapp 50.000 Kunden von dem Stromausfall betroffen,
darunter sowohl Haushalte als auch Gewerbe- oder Pflegeeinrichtungen.
Nach Angaben der Feuerwehr wurden fünf Bewohner aus zwei Pflegeheimen
vorübergehend in Krankenhäuser verlegt.
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