Die Waffenruhe im Irankrieg hänge am »seidenen Faden«, sagte US-Präsident Donald Trump zu Beginn dieser Woche. Sie habe kaum noch eine Überlebenschance. Die Vorschläge des Iran für ein Ende des Krieges bezeichnete Trump als »Schund«, zu Ende gelesen habe er sie nicht. Der fehlende Ausweg aus diesem Krieg wird für den Präsidenten zu einem immer größeren Problem.
Der Krieg wird auch ein wichtiges Thema bei Trumps Reise nach China sein. Beim Treffen zwischen Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping am Donnerstag und Freitag wird es zudem um Handel, Zölle, künstliche Intelligenz und Taiwan gehen. Im US-Podcast diskutieren wir über den Gipfel in China und Trumps Probleme einer fehlenden Exit-Strategie im von ihm begonnenen Irankrieg.
Außerdem: Das Oberste Gericht hat in einem Urteil den Zuschnitt der Wahlkreise im südlichen Bundesstaat Louisiana für ungültig erklärt. Es schmälert damit die Wahlchancen der dortigen Schwarzen Bevölkerung. Die Mehrheit der konservativen Richter des Supreme Court entschied, dass der historische Voting Rights Act zur Gleichstellung von Minderheiten Louisiana nicht dazu verpflichte, einen zweiten Wahlkreis zu schaffen, in dem Schwarze Bürger die Mehrheit der Bevölkerung stellen.
Das Urteil hat Folgen. Die republikanische Mehrheit im US-Bundesstaat Tennessee reagierte bereits und zog Wahlkreise in Memphis neu. Wir sprechen über das undemokratische Spiel mit dem Gerrymandering. Und diskutieren, ob es den Republikanern gegenüber den Demokraten bei den Zwischenwahlen im November einen strukturellen Vorteil verschaffen kann.
Im Get-out: die Sängerin Sophie Auster und Elizabeth Strouts neuer Roman The Things We Never Say. Der Podcast erscheint in der Regel jeden Donnerstag. Zudem gibt es Bonusfolgen für Abonnenten, die einmal im Monat zu hören sind. Die jüngste Folge können Sie hier hören.
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