Seit einem Jahr ist Leo XIV. im Amt – und prägt die Kirche seitdem auch modisch. Was ist an seinem Stil besonders? Und wie ist der Papst als Kunde? Ein Gespräch mit seinem Schneider Raniero Mancinelli
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In Raniero Mancinellis kleinem Laden, zwei Gehminuten vom Vatikan entfernt, drängen sich die Kunden an der Verkaufstheke. An der Wand sind die Päpste des vergangenen Jahrhunderts zu sehen, in den Regalen stapeln sich Kelche, Stoffe und Stolen in bunten Farben. Ein Bischof wählt eine goldbestickte Mitra. Während des Interviews passt Mancinelli einem Priester nebenbei eine schwarze Soutane an. Immer wieder fragen Kunden nach einem Selfie mit dem Schneider.
DIE ZEIT: Herr Mancinelli, bei Ihnen ist ja einiges los im Laden!
Raniero Mancinelli: Sie waren vergangenes Jahr nicht hier, da war noch viel mehr los. Als Leo Papst wurde, stürmten die Leute mein Geschäft geradezu. Noch dazu war 2025 ein Heiliges Jahr, dadurch hatten wir noch mehr Andrang.
