Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff »Hondius« mit bislang drei Todesfällen und mehreren Infektionen legt das Schiff am heutigen Sonntagmorgen im Hafen von Granadilla auf Teneriffa an. Dort sollen die rund 150 verbliebenen Passagiere und Crewmitglieder medizinisch untersucht werden. Spanische, niederländische und internationale Behörden bereiten derzeit mögliche Quarantänemaßnahmen vor. Auch die Organisation der Heimreisen soll anschließend von den Behörden übernommen werden. Spanien erlaubte das Anlegen des Schiffes in Abstimmung mit der WHO und der EU aus humanitären Gründen. Die »Hondius« war zuletzt von Kap Verde aus in Richtung Kanarische Inseln unterwegs, gestartet war die Reise Anfang April in Argentinien. Trotz der ernsten Lage sieht die WHO derzeit keine Hinweise auf eine bevorstehende Pandemie. Anna Carthaus, Redakteurin im Gesundheitsressort der ZEIT, ordnet die neusten Erkenntnisse zum Hantavirus im Podcast ein. Martin Hogger berichtet aus Teneriffa.
Viele Menschen in Deutschland blicken derzeit pessimistisch auf die wirtschaftliche Entwicklung, die Infrastruktur und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Die verbreitete Krisenstimmung erinnert laut Historikern jedoch an frühere Phasen deutscher Geschichte, in denen gerade das Gefühl des Rückstands zum Motor für wirtschaftlichen Fortschritt wurde. Als Beispiel dafür steht das ursprünglich abwertend gemeinte Label »Made in Germany«, das sich später zu einem weltweiten Qualitätssiegel entwickelte. Deutschland habe sich immer wieder an anderen Ländern orientiert und daraus eigene Stärke entwickelt. Trotz der aktuellen Debatten über wirtschaftliche Probleme und Reformstau funktionierten viele Bereiche weiterhin stabil. Welche Chance also im Jammern über die deutsche Wirtschaft liegt, erklärt Ileana Grabitz, Leiterin des Wirtschaftsressorts der ZEIT.
Und sonst so? Vögel haben mehr Angst vor Frauen.
Moderation und Produktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Christina Felschen, Celine Yasemin Rolle
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